Mein Behandlungskonzept – Die Epigenetik

Posted: Juni 8, 2021 By:

Deine Gene entscheiden nicht über deine Gesundheit

Jahrzehnte lang basierte der Stand der Wissenschaft auf der Annahme, dass die Genetik darüber bestimmt welche Krankheiten und Einschränkungen ein Mensch hat und welche eben nicht. Was bedeuten würde, dass deine Gene darüber bestimmen, ob es dir gut oder schlecht geht. Mit dem Begründer und Urvater der Epigenetik, Dr. Bruce Lipton konnte glücklicherweise nachgewiesen werden, dass unsere Zellen auf der Gen-Ebene durch äußere Umstände, d.h. die Lebensführung beeinflusst werden.

Lebensführung schlägt Genetik

„Epi“ bedeutet „über“ und zeigt, dass es Einflüsse gibt, die über der Genetik stehen. Diese Erkenntnis revolutionierte das alt eingesessene Bild über Krankheit und Gesundheit durch, dass sich die meisten Menschen bis heute steuern lassen. Epigenetik beschreibt demnach wie äußere Umstände wie zum Beispiel Stress, Ernährung, Schlaf, Bewegung, mentale und emotionale Verfassung, die Genetik beeinflussen. Wie sehr du dich selbst um diese Aspekte bemühst oder sie schleifen lässt, hat also einen dicken Einfluss auf deine Genetik und deinen gesundheitlichen Status Quo.

Das doppelte Lottchen und die Epigenetik

Mithilfe zahlreicher Zwillingsstudien konnte bewiesen werden, dass eineiige Zwillinge mit identischen genetischen Grundlagen mittels verschiedener Lebensstile unterschiedliche Beschwerden und Krankheiten etablieren können. Bei einem der beiden Zwillinge stehen Junk-Food, Zigaretten, kaum Bewegung, viel Stress, emotionale Konflikte und Unzufriedenheit im Job auf der Tagesordnung. Dieser Zwilling neigt zu einem ungesunden Lebensstil, was sich in Form von chronischen Beschwerden bis hin zu Krebs äußern kann. Aus genetischer Sicht bringt er eine Disposition hin zu bestimmten Krankheiten mit, die allerdings nur dann ausbrechen, wenn er sich nicht gut um sich kümmert. Diese Disposition ist in der Familienlinie verankert.

Verschiedene Schicksale trotz gleicher Genetik

Und trotz dieser Verankerung bricht die Krankheit bei dem anderen Zwilling nicht aus. Er führt ein schönes Leben und sorgt für sich. Dieser Zwilling bewegt sich in der Natur, macht regelmäßig Yoga und meditiert, ernährt sich gesund, lebt in einer erfüllenden Beziehung, hat Freude im Job und konnte frühere Konflikte zu seinen Mitmenschen erfolgreich lösen. Gegenüber seinem angeschlagenen Bruder führt er einen völlig anderen Lebensstil. Und obwohl die Beiden die gleiche Disposition mitbringen und der „gesündere“ Zwilling ebenso erkranken könnte, bricht die Krankheit bei ihm nicht aus. Denn seine Lebensumstände sind grundverschieden.

Stress als ultimativer Gesundheitskiller

Dank der Epigenetik wurde deutlich, dass wir Menschen gerade mal zu 1-3 % von der Genetik abhängen. Mehr als 90 % unseres gesundheitlichen Zustands hängen von unseren Lebensumständen ab. Stress, Ernährung, Beziehungen und Bewegung entscheiden über Krankheit und Gesundheit. Die Essenz der Epigenetik besagt also, dass der entscheidende Part unseres gesundheitlichen Zustands davon abhängt, wie wir unser Leben gestalten.

Verändere deinen Lebensstil

Dieses Wissen wende ich im Umgang mit den Anliegen und Problemen meiner Patienten an. Denn manchmal sind es fast schon unscheinbare Stellschrauben, die gedreht werden müssen, damit der Mensch wieder in Einklang mit sich selbst kommt. Umstellung ist hier die entscheidende Aufgabe. Das könnte bspw. auf eine veränderte Ernährung bezogen sein, mit dem Rauchen aufzuhören, den Alkoholkonsum zu reduzieren, mehr in die Natur zu gehen, den ungeliebten Job zu wechseln oder zwischenmenschliche Konflikte zu lösen.

Positiver Dominoeffekt dank Umstimmungstherapie

Stellen wir diese Aspekte um, passiert bei meinen Patienten plötzlich ganz viel. Es macht „Boom“ und der Körper hat mehr Energie, wird besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Aufgrund dieses neuen Lebensgefühls sind die Betroffenen glücklicher, vitaler und schlafen besser. Aus diesen Gründen nimmt die Epigenetik einen so immensen Stellenwert im Rahmen meines Behandlungskonzeptes ein. Sie zeigt, dass wir so viel ändern können und nicht abhängig von unserem genetischem Code sind. Durch bewusste Entscheidungen können wir einen großen Einfluss auf unsere eigene Gesundheit nehmen. Dann sind wir nicht länger „Opfer“ unserer Anlagen, sondern eigenverantwortliche Macher, die ihr Leben in die eigenen Hände nehmen.